Tageszentrum - Lonea

Tageszentrum - Lenea

In Lonea und Umgebung  arbeitet unser Partnerverein „Grauntele“ (zu dt. „Samenkorn“). Es ist ein kleines Team von Menschen, welche sich um Kinder und Teenager in ihrer Stadt kümmern. Sie engagieren sich für sozial benachteiligte Kinder und solche, die den ganzen Tag auf der Straße sind. Regelmäßige Treffen und Kinderstunden zählen ebenso zu ihren Aufgaben wie Freizeiten und Unternehmungen in Ferienzeiten.
Grauntele ist ein christlicher Verein und seine Mitarbeiter wollen den Kindern beibringen, dass sie etwas ganz Besonderes und von Gott geliebt sind. Dafür investieren sie viel Zeit und Kreativität. Die Kinder dürfen Jesus kennen- und für ihr Leben schätzen lernen, damit sie eine neue Perspektive für ihr tägliches Leben finden.
Von der Kommune Lonea hat der Verein ein Haus zur Verfügung gestellt bekommen, in dem sie ihre Aktivitäten ausführen können. Dieses Haus ist sehr renovierungsbedürftig und soll im Laufe der Jahre weiter nutzbar gemacht werden. Das Gebäude kann und soll auch Möglichkeiten für anderen christliche und soziale Vereine bieten, welche in dieser Gegend aktiv sind.

Retrospektive

Das Haus ist ein ehemaliges Bürogebäude des Bergbaus und erbaut um 1900. Die Räume sind großzügig angelegt und waren mit Parkettfussböden ausgelegt. Neben zwei Stockwerken schließt das Haus mit einem geräumigen Dachboden ab und ist zum Teil unterkellert.
Seit der Wende 1990 wurde das Gebäude bedingt durch die Schließung der Kohleminen nach und nach geräumt und verwahrloste zusehends. Das Arbeitsamt von Lonea nutzte für einige Jahre einen Teil des Erdgeschosses, zog allerdings Anfang 2005 aus dem Gebäude aus - somit sind wir nun die einzigen Nutzer.

2005

Im Juli 2005 begannen die ersten Arbeiten am Haus, genauer gesagt am Dach. Um weitere Schäden zu vermeiden wurden die maroden Schornsteine abgerissen, ehe sie von selbst einfallen konnten. Die entstandenen Löcher wurden geflickt und provisorisch mit Dachpappe verschweißt. Innen wurden alle Räume von Dreck und Müll befreit, sodass diese wieder ohne Gefahr betreten werden konnten. Ein eingestürztes Stück Dach konnte erneuert werden. Im Oktober liefen Sanierungsarbeiten am Dach, das heißt alle kaputten Balken und Bleche wurden entfernt und der Dachstuhl an den Stellen neu gebaut, an denen es nötig war. Das erste Drittel des Daches wurde vorübergehend mit Dachpappe abgedichtet und hielt nun dem Wetter stand. Des Weiteren wurde angefangen, die Innenwände von nassem und zerstörtem Putz zu befreien.

2006

Das Jahr 2006 stand auch im Zeichen der Dachdecker und Zimmermänner.
Im März startete der erste Arbeitseinsatz des Jahres. Die gesamte Decke des Obergeschosses musste wegen starker Wasser- und Pilzschäden entfernt werden.
Das ganze Jahr über wurde während 3 Einsätzen an vielen Stellen das Dach weiter saniert, sodass bis Ende des Jahres gut zwei Drittel mit neuer Schalung versehen werden konnten. Parallel zu den Arbeiten auf dem Dach konnte innen weiter mit dem Abbruch von altem Putz, Fliesen und Fußböden weiter gemacht sowie bei einigen der alten Türen die Farbe abgebrannt werden. In den Räumen des zukünftigen Kindergartens wurden die Wände wieder neu verputzt und teilweise schon gestrichen, sodass einmal wöchentlich eine Kinderstunde beginnen konnte. Das Haus begann sich langsam mit Leben zu füllen.

2007

Das Jahr 2007 begann mit einem riesigen Wunder für uns, da uns die Firma PREFA im Zuge einer Spendenaktion das Material für unser gesamtes Dach kostenfrei zusprach. Mit einem Mal änderte sich der Plan, unsere Sorgenfalten wurden kleiner und wir machten uns dankbar und freudig ans Dachdecken. Im Laufe des Jahres fanden viele Arbeitseinsätze statt deren ersten Prioritäten eben die Sanierung des Dachs und des Dachstuhls waren, sodass wir bis Ende 2007 reichlich dreiviertel des PREFA - Materials verbauen konnten und auch im Dachstuhl nur noch der Turm zu reparieren bleibt.
Die Gemeinde Lonea kam uns entgegen und kümmerte sich um die Errichtung eines stabilen Zauns um das Grundstück, woraufhin auch die Einbrüche und Diebstähle, die uns lange Zeit beschäftigt hatten, mit einem Mal aufhörten. Des Weiteren konnten wir in einigen Gesprächen dem Bürgermeister klar machen, dass es einer funktionierenden Kanalisation bedarf, um den Betrieb im Haus vollends aufzunehmen. Daraufhin versicherte uns die Stadt, in den kommenden Monaten mit dem Bau einer Kanalisationsleitung durch die angrenzende Siedlung zu beginnen.
Im Erdgeschoss begannen wir mit dem Bau der sanitären Anlagen, erneuerten Bodenplatten und restaurierten verschiedene Fenster und Türen.

2008

Dieses Jahr konnten nur wenige Arbeiten am Dach stattfinden, sodass wir diesen Bereich noch nicht abschließen konnten. Ein weiterer Schwerpunkt ist Heizungs- und Sanitärinstallation. So konnten wir den Ausbau des Bades voranbringen und die Heizung im ersten Viertel des Hauses installieren. Auch erste Vorbereitungen für die Küche wurden getroffen. Im Garten stellten das erste Klettergerüst auf, was den Anfang des Spielplatzes deutlich macht.
Die Arbeit mit den Kindern läuft unterdessen weiter. Jeden Samstag treffen sich die Kinder in zwei verschiedenen Altersgruppen zur Kinderstunde. Im Sommer veranstalten die Kinder in verschiedenen Dörfern Kinderevangelisationen und tragen so die gute Nachricht von Jesus weiter.

2009

Der rumänische Trägerverein "Greuntele" geht durch eine große Personalkrise. Zusätzlich gibt es Unsicherheiten mit den Absprachen gegenüber der Kommune, was einen Stillstand der Arbeiten am Haus zur Folge hat. Zusammen mit verschiedenen Personen und Vereinen suchen wir nach Wegen, das Projekt "Kindergarten" wieder auf starke Beine zu stellen. Erst wenn das Fundament wieder stimmt, wollen wir uns weiter engagieren.

2010

Seit Mitte des Jahres besteht zwischen der Kommune und dem rumänischen Verein Grauntele ein neuer Vertrag. Dieser sichert dem Verein mehr Möglichkeiten zu. Im Verein selbst hat es einige Veränderungen gegeben. Ein neuer Vorstand wurde gewählt und neue Mitglieder konnten gewonnen werden. Die Kommunikation zwischen deutschen und rumänischen Verein hat sich stark verbessert. Mit neuen Konzepten und großer Motivation geht es weiter beim Ausbau des Hauses.
Für uns als deutscher Unterstützerverein heißt das, unsere Arbeiten wieder aufzunehmen. So fanden im Herbst wieder zwei Arbeitseinsätze statt, in denen am Dach und im Innenbereich Fortschritte erzielt werden konnten.

2011

Bild

Im Februar kamen wir in Lonea zu Planungsgespräche zusammen. Der rumänische Verein hatte viele gute Ideen für das Jahr und konnte auch einige davon umsetzen. Die Restaurierung der alten Fenster nahmen sie selbst in Hand und waren damit auch das ganze Jahr gut beschäftigt. Im Herbst erst kamen wir aus Deutschland zu einem Einsatz nach Lonea und konnten endlich die Holzarbeiten am Dach abschließen. Im Gebäude wurden weitere Räume zur Nutzung vorbereitet. Ein großer Schritt war die Sanierung der Fassade an der Straßenseite. Der Mittelteil sieht nun wieder echt top aus. Somit gibt das Gebäude auch nach außen ein positives Zeichen an die Stadt.

2012

Im Februar waren wir nur für einen Kurzbesuch da. Er diente hauptsächlich zur Ermutigung der Mitarbeiter vor Ort und zur Kontaktpflege mit unseren Freunden. Im Herbst folgte ein Arbeitseinsatz, an dem endlich eine Heizungsanlage installiert und in Betrieb genommen werden konnte. Nun können die Räumlichkeiten das ganze Jahr über genutzt werden.